Die Vergangenheitsbewältigung

Im Sommer 2016 arbeite ich in Deutschland als Praktikant bei ZF. Der Autoteilehersteller befindet sich in Friedrichshafen, eine stadt in der südwestdeutschen Region Baden–Württemberg und ist bekannt für die Forchung und Entwicklung in der Automobilindustrie. Tatsächlich war das die beste Sommer meines Lebens, wo mein größtes persönliches Wachstum in Bezug auf Reife und Kommunikationsfähigkeit erreicht wurde. Der atemberaubende Blick auf dem Bodensee und die verschneiten Gipfel der Schweizer Alpen gegenüber konnte nur durch etwas aus einem Märchen beschrieben werden. Unabhängig von dem Praktikum, was mich wirklich beeinflusst hat, nach Deutschland zu reisen, war auf ein wichtiges Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen, das mich bis heute tiefgreifend beeinflusst hat. Als Ergebnis nach dem Ende meines Praktikums kehrte ich nach Leipzig zurück, um den Friedhof zu besuchen und meinen Respekt vor einer verstorbenen Freundin zu zeigen.

Ich kann mich an die Nacht erinnern, als ich im Januar 2014 über den plötzlichen Tod meiner Freundin Johanna erfuhr. In diesem Moment erstarrte ich in eine Ewigkeit, wo ich war, in einer Art Schock, versuchte zu entscheiden, was ich sagen sollte. Tief in mir fühlte ich mich, als hätte etwas in tausend Stücke zerbrochen. Ich schwieg weiter, als das Gefühl der tiefen Trauer und Taubheit auf mich stieg.  Nichts was ich sagen könnte sie wieder zum Leben. Oftmals starrte und starrte ich an die Wand oder ausdruckslos ins Leere, während ich versuche, einen Sinn für die harte Wirklichkeit.  Für eine Weile, wusste ich nicht, wie ich im Leben weiter gehen sollte, sogar unter eine Menge fühlte ich mich mehr denn je verloren und einsam. Trotzdem fand ich bald einen Weg, meine Angst durch Ausdauersport zu kanalisieren. Ich war taub auf die körperlichen Schmerzen und deswegen würde ich lange Stunden tranieren, um mich abzulenken. Statt nach Hilfe zu fragen, lief ich weg von der Wahrheit, während ich versuche, mein Gefühl zu Unterdrücken. Aber schließlich erkenne ich, dass weglaufen nicht die Antwort ist. Um mein Leben weiter zu gehen, muss ich das Leben meiner Freundin ehren und die Errinnerungen, die ich von ihr habe, schätzen.

Es war Vorfrühling 2013, als ich Johanna durch mein Gymnasium Austauschprogramm in Leipzig, kennen lernte. Nach einer Woche des Reisens zu allen atemberaubende Orte wie Dresden, Sanssouci, und Leipzig, und Berlin wuchsen wir enger und enger zusammen. Wir verbanden über unsere Liebe für klassischen Musik und reden über unsere Hoffungen, unseren Traum, und größte Angst. Tragisch, kann ich noch deutlich erinnern, dass ihre größte Angst allein zu sterben war und meine war die Angst vor ein unerfülltes Leben. Es gab so viele magische Momente, die wir teilten, aber meine Liebslinggedächtnis an ihr war, im März als wir in den Park, der heißt Johannapark gingen. Als wir spazierten, begann es zu schneien und aus dem Impul tanzten wir über die Winterlandschaft. Es ist Moment wie diese, die ich für den Rest meines Lebens schätzen werde. Vielleicht ist der Sinn des Lebens durch die Wertschätzung der kleinen Dinge und auch durch die Handlungen der Liebe und die Ehrlichkeit abgeleitet. Ebenso lehrte Johanna mich, was es bedeutet, mitfühlend zu sein und bedingungslos zu lieben.

Johanna wollte Arzt werden und das Leben der Menschen retten. Aber dieser Tag wird nie kommen. Manchmal verstehe ich nicht warum unser Leben einen bestimmten Verlauf nimmt.  Aber so ist das Leben. Das Beste, was ich tun kann, ist, mein Leben in vollen Zügen zu leben und die wertvolle Erinnerungen festzuhalten. Meine besucht auf dem Friedhof im Jahr 2016 brachte mich zwar dem Frieden näher. Aber wie ein zerbrochenes Glas, das zusammengeklebt wird, bleibt der Sprung noch. „Manchmal sind die einsamsten Menschen die freundlichsten. Die trauigsten Menschen lächeln am schönsten. Die Menschen mit den größten Problemen sind am verständnisvollsten. All das, weil sie sich wünschen, dass niemand so leidet, wie sie selbst“ – Anonym.

 

p1010648

p1010663

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s