Ein Neuanfang des Lebens

Rhabdomyolyse, Hitzschlag, Anfall, erhöhte Troponin – konzentration, Fieber und akute Nierenschädigungen waren die Diagnose bei meiner Ankunft im Krankenhaus nach dem Unfall während einer Triathlonmeisterschaft in South Carolina. Eine mögliche Erklärung für den Anfall und meine plötzliche Bewusstlosigkeit war ein Zusammenbruch wegen der Hitze und der Intensität der Anstrengung. Einen Moment lief ich schnell und war nur ein Kilometer weg von der Ziellinie und im nächsten Moment war alles dunkel. Als ich mein Bewusstsein widergewann, war meine Umgebung wie der Film die Matrix wo alles komplett weiß ist und fühle mich surreal an. Ich hörte dann ein Echo, „Tay weißt du wo du bist?“ Aber aus irgendeinem Grund wurde meine Sprache behindert und was ich sagen wollte, erschien unsinnig  und zwar war mein Gehirn buchstäblich gebraten. Es war als ob, ich in einem Nebel stecken geblieben wäre, bewusst aber nicht in der Lage, mein Körper zu befehlen. Das Einzige in meinem Kopf war dann der Gedanke, ob ich ein gutes Rennen fuhr. Aber im Nachhinein realisierte ich wie selbstsüchtig das war, und dass es so viele Leute wie meine Familie und Freunde gibt, die sich wirklich um mich kümmern.

Während des ganzen Wettbewerbs gehe ich bis an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mir etwas beweisen musste. Vielleicht war es die Furcht vor Inkompetenz, die ich nicht ertragen kann und hat mich bis zu diesem Punkt des Wahnsinns geführt. Während der letzten Hälfte des Rennens befand ich mich in einer Welt voller Schmerzen, so dass ich mich meine Beine nicht mehr fühle. Ferner war der Tag so heiß, dass ich der aufsteigende Dampf aus dem Asphalt sehen konnte. Als Ergebnis gehen viele Wassestelle aus Wasser, damit ich mich mit Eis abkühlen musste. Trotz des Schmerzes und der glühenden Hitze ginge ich weiter, während ich mir sagte, das ich „sterben“ kann, wenn ich nur die Ziellinie erreiche, was ich jetzt für ironich halte.

Nach einer Woche im Krankenhaus und mehr als zweihundert Injektionen von Bluttest, lebe ich noch! Wegen der Rhabdomyolyses, ein Untergang von Muskelzellen, war ich auf den Rollstuhl angewiesen und hatte mehr als 6 Kilogramm verloren. Nie zuvor war ich in solchen ständigen Schmerzen, die mit den kleinsten Bewegungen verursacht wurde. Manchmal wurde ich von den Wolken der Zweifel umgeben, ob ich den Sport, den ich liebe, wieder tun werde. Doch in der tiefsten, dunkelsten Tiefe des Schmerzens liegt auch die Hoffnung. In der Dunkelheit war ich nie allein. Nach dem Unfall hatten viele Freunde von mir und die Triathlonmannschaft mich im Krankenhaus besucht. Ohne die Unterstützung meiner Freunde hätte ich es nie zusamenhalten können – geistig oder körperlich. Dieser Unfall hat tatsächlich ein großer Einfluss auf meine Lebensperspektive. Ich bermerkte, dass ich stärker bin, als ich dachte und der menschliche Geist ist unzerbrechlich. Egal was vor mir liegt, bleibe ich immer optimistisch. Ich bin unendlich dankbar für meine Freunde und deswegen erkannte ich das Leben ein wertvolles Geschenk ist, und es darf nie vergeudet werden. Nach meinen Berechnungen habe ich über 30.36% meines Lebens gelebt (wenn ich nur bis zu 70 leben möchte). Ich plane noch, mein Leben in vollen Zügen jeden Tag zu geniessen und wie immer werde ich nie vergessen, Güte und Mitgefühl jeder zu zeigen. Wie Walt Disney sagen würde, “Around here, however, we don’t look backwards for very long. We keep moving forward, opening up new doors and doing new things… and curiosity keeps leading us down new paths.”- Walt Disney

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